Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Stresserfahrung und Achtsamkeit


Stress erfahren wir im Berufsleben, in Beziehungen, im Straßenverkehr, durch Krankheit…  Wir können ihn  nicht aus unserem Alltag, aus unserem Leben verbannen, aber wir können lernen, damit umzugehen.
Häufig wird Stress dadurch verstärkt, dass wir Erlebnisse im Außen verbinden mit alten Sorgen, Ängsten, Fantasien. Emotionale Muster, die wir alle im Laufe unseres Lebens entwickelt haben,  können unseren Blick auf die Welt verzerren.
Allzu oft sind wir gefangen in unseren Erwartungen, Wünschen an die Zukunft, Hadern mit der Vergangenheit, Bewertungen und reagieren alten Gewohnheiten entsprechend.

Wenn wir Achtsamkeit trainieren und dadurch lernen Erleben, Gedanken und Reaktion klar und deutlich zu sehen und auch voneinander zu trennen, erkennen wir Entscheidungsspielräume. Präsent sein mit dem, was ist; annehmen, was ist, führt unweigerlich zu mehr Ruhe, Klarheit, Entspannung. - Auch wenn Achtsamkeit in dem Sinne keine Entspannungs-methode ist.

Achtsam sein bedeutet ganz schlicht, die Erfahrungen, die wir in jedem Moment machen, klar zu erkennen und in unmittelbarem Kontakt zu sein mit dem, was passiert. Also bewusst wahrnehmen, dass ich gerade atme, wie ich auf dem Stuhl sitze oder dass ich gerade diesen Text auf einem Bildschirm lese. Die Wahrnehmung geschieht ohne zu bewerten.
Das Training der Achtsamkeit führt zu mehr Offenheit für die direkte Erfahrung des Augenblicks und zu einem tieferen Verständnis für uns selbst. Wir können das Leben bewusster erleben, weniger mechanisch und angetrieben, einfach mehr Lebensfreude erfahren - auch in Zeiten von Krisen, Problemen oder Schmerzen - uns wieder in den Fluss des Lebens  integrieren, wie Jon Kabat-Zinn sagt.

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